Malediven mit Kleinkind
Dauer: 12 Tage
einfach nur Strandurlaub
Reisezeit: Juli 2021
Im Jahr 2021 verbrachten wir im Frühjahr Elternzeit mit Kleinkind in Namibia.
Die Reise war wunderschön, aber wie es bei einem Roadtrip oft ist – auch ein bisschen anstrengend. Und: Uns haben ein paar Tage am (warmen) Meer gefehlt.
Außerdem hatten wir im Hinterkopf, dass unser Sohn im August 2 Jahre alt werden würde und somit zum letzten Mal kostenlos fliegen dürfte.
So kam es, dass wir uns nach einem entsprechenden Urlaubsziel für 7-10 Tage Strandurlaub im Juli umgeschaut hatten.
Letztlich sind wir auf den Malediven gelandet. Du erfährst hier, wie es uns gefallen hat, wie unsere Erfahrung mit Kleinkind auf den Malediven war und ob wir uns gelangweilt haben.
Was kosten zwei Wochen auf den Malediven?
„Ihr müsst zu viel Geld haben!“ – das haben wir oft gehört, weil wir ein gutes Vierteljahr zuvor schon in Namibia waren. Wie oben schon angedeutet, gab es verschiedene Gründe, die uns auf die Malediven geführt haben. Tatsächlich war der günstige Preis, den wir erwischt haben, am Ende der entscheidende Faktor und wir haben uns gesagt „Jetzt oder nie!“. Wir haben für 12 Tage (inklusive An- und Abreise) etwas über 3000€ bezahlt. Für uns drei zusammen. Darin enthalten waren: Flüge mit Qatar Airways über Doha, Vollpension und der Transfer vor Ort zur Insel.
Wir glauben, damit großes Glück gehabt zu haben. Zum einen gab es noch viele Einschränkungen durch COVID19 und es wollten viel weniger Menschen Fernreisen buchen, zum anderen ist der Juli nicht wirklich Hochsaison und man muss mit so manchem Regenschauer rechnen.
Wir haben aus Neugier 2-3 Jahre später nochmal geschaut und die Preise hatten sich ungefähr verdoppelt. Das war wohl wirklich ein echtes Schnäppchen und wir sind froh, zugegriffen gehabt zu haben.
Welche Reisezeit ist mit Kleinkind oder Baby am besten?
Die Malediven sind besonders in den Winterferien über Weihnachten und Neujahr wahnsinnig beliebt. Am trockensten ist das Wetter im Februar und März.
Die Sommerferien liegen in der Regenzeit, d.h. es kann immer wieder regnen. Wir hatten nur einen Vormittag ein bisschen Regen und ein einziges Mal einen kurzen leichten Schauer, das war’s. Gegen Nachmittag wurde es oft etwas diesig – was überhaupt nicht schlimm war. Es war trotzdem mehr als warm genug und immer noch heiß, aber die Wolken haben der Sonne ein bisschen Kraft genommen. Das war eher gut als schlecht. Gerade auch mit Kleinkind oder Baby ist etwas weniger direkt UV-Strahlung nicht verkehrt.
Wenn du also möglichst viel Sonne, keinen Regen und optimale Bedingungen möchtest, gehst du im Februar oder März. Falls dir hin und wieder ein warmer, kurzer Regen nichts ausmacht, kannst du auch in der Regenzeit gehen. Wenn du gerne surfen möchtest, ist diese Zeit auch besser für dich.
Unsere Highlights auf den Malediven
Wir sind mit Umstieg in Doha an- und abgereist. Wir waren zum ersten Mal in diesem Land und haben alle Nächte im selben Hotel verbracht. Das war ganzschön ungewöhnlich.
Man kommt aus dem Flughafen heraus und ist mitten im Inselleben. Statt Bus- oder Bahnsteigen wie in anderen Ländern, gibt’s hier ganz viele Steege für Boote. Für uns ging’s mit dem Boot zum Resort.
Wir haben uns gefreut, dass es sogar einen kleinen Spielplatz gab. Wir hatten oft noch etwas Zeit vor dem Abendessen und so konnte dort noch gespielt werden.
Das warme Meer ist perfekt für Babys und Kleinkinder. In den Lagunen gibt’s kaum Wellen und planschen mit Schwimmflügeln war toll!
Kann man auf den Malediven surfen? Ja, du kannst! Auch wenn man große Wellen nicht direkt mit den Malediven verbindet, gibt es tatsächlich gute Surfspots dort. Vielleicht sogar bei deiner Insel.
Die Tage gingen auch im Liegestuhl schnell vorbei. Schwimmen, spielen, lesen, schlummern und dazwischen noch essen. Das war genau, was wir wollten – ganz viel Entspannung.
Der Ausflug mit dem Jetski war mega! Andere Gäste haben uns begeistert davon erzählt, also haben wir geschaut, ob das irgendwie möglich ist. Wir hatten Glück und Betreuung für den Kleinen.
Unsere Erfahrungen zu den Malediven mit Kindern
Die Malediven gelten als Traumreiseziel: seichte Lagunen mit dem türkisesten Wasser, Overwater-Bungalows, Korallenriffe, Fische wie im Aquarium und das alles auf und um quasi einsame Inseln.
Jeder kennt die wunderschönen Fotos und du warst sicher schon Mal enttäuscht, nachdem die Realität doch nicht ganz so schön war, wie im Prospekt bzw. den Fotos im Internet.
Die Malediven sind für mich einer der ganz wenigen Orte, an dem die Realität noch schöner ist, als jedes Foto! Die Farben sind satt und du hast es in echt um dich herum – wir haben eine Zeit gebraucht, das zu verdauen. Du sitzt im Liegestuhl und versuchst, das alles einzufangen. Irgendwie surreal. Wir waren schon an echt vielen schönen Orten, aber das war irgendwie anders.
Insgesamt waren Kinder überall willkommen.
Klappt der lange Flug mit Kind?
Wir sind beim Hinflug und Rückflug jeweils über die Nacht geflogen. Abflug war in München gegen 22 Uhr und nach dem Essen haben wir alle erstmal geschlafen. Nachts gab es einen Umstieg in Doha und wir sind am frühen Vormittag in Malé gelandet. Zu unserem Hotel Cinnamon Dhonveli ging es kurz nach der Ankunft per Bootsfahrt. Nach ca. 30 Minuten kamen wir auf „unserer Insel“ an. Eine kurzer Transfer vor Ort ist mit Kindern von Vorteil. Ja, ein Anschlussflug im kleinen Wasserflugzeug über das Atoll hinweg wäre bestimmt auch richtig toll gewesen, aber nach dem langen Flug schnell an zu kommen, ist auch viel wert.
Für den Rückflug ging es während des Sonnenuntergangs los. Wir mussten gehen, während am Strand eine lockere Party stattfand – das machte den Abschied bei so toller Stimmung echt schwer. Als das Boot am Steg vorbei fuhr, hielten einige Angestellte noch ein großes Transparent hoch, auf dem Stand „Auf wiedersehen, bis zum nächsten Mal!“.
Der lange Flug war überhaupt kein Problem und war größtenteils während der Nacht. So konnten wir alle schlafen. Darauf würde ich beim Buchen der Flüge, bzw. der Auswahl der Pauschalreise genau achten.
Sind die Malediven langweilig?
Manche haben Angst vor Langeweile auf den Malediven. „Da kannst du ja nur den ganzen Tag am Strand liegen“, „Die Inseln sind so klein, da kannst du ja nichts unternehmen“ und so weiter.
Wir alle ticken unterschiedlich. Die Einen brauchen jeden Tag Action und müssen jeden Tag etwas Neues sehen. Die anderen chillen zwei Wochen im Liegestuhl und sind happy. Wieder Andere freuen sich über all inclusive und massenweise Cocktails und Drinks.
Bei uns ist es so, dass wir gerne Ausflüge unternehmen, die Gegend entdecken möchten und gleichzeitig ist uns Entspannung am Strand auch wichtig. Die Mischung macht’s also.
Sonja hatte nie den Drang, mal auf die Malediven zu fliegen – ihr wirkte das auch alles zu langweilig.
Hier mal ein paar Dinge, die du auf den Malediven gegen Langeweile machen kannst:
Schnorcheln
Du gehst ins Meer und nach wenigen Metern glaubst du, in einem Aquarium zu schwimmen. Wir waren jeden Tag 2-3 Mal schnorcheln und es wurde nicht langweilig. Neben Fischen in allen Farben und Formen haben wir auch Rochen und kleine Haie gesehen. Das macht echt großen Spaß!
Tauchen
Die Malediven sind als sensationelle Gegend zum Tauchen bekannt. Wir beide tauchen nicht und haben nur mitbekommen, wie begeistert andere Gäste von ihren Tauchgängen erzählt haben.
Surfen
Die flachen Lagunen und Postkartenbilder der Malediven lassen kaum erahnen, dass dort auch gesurft werden kann. Aber hey, die Inseln liegen mitten im Ozean und natürlich gibt’s dort auch ordentliche Wellen. Es gibt viele gute Surfspots. Vielleicht sogar direkt an eurer Insel. Falls nicht, wird sicherlich eine Bootstour angeboten, mit der du zu guten Surfspots kommst. Wenn du gerne surfst, solltest du das bei der Wahl deiner Insel oder deines Resorts auf jeden Fall berücksichtigen. Bei uns auf der Insel gab es direkt 2-3 Spots zum Surfen und Jens war einmal surfen.
Kite-Surfing
Im Juli haben wir viele Kite-Surfer gesehen und die hatten viel Spaß. Wir können uns vorstellen, dass kiten in dieser Umgebung noch schöner ist, als anderswo.
SUP – Stand Up Paddle Board
Leih‘ dir ein Board und erkunde die Wasserwelt von oberhalb des Wassers. Du wirst auch aus dieser Perspektive einiges sehen und Einblick in die Unterwasserwelt bekommen.
Bootsfahrten
Von vielen Inseln aus kannst du Bootstouren unternehmen. Auf die Hauptinsel nach Malé, für den Sonnenuntergang, um Delfine und andere Tiere zu sehen und und und.
Faulenzen
Einfach mal die Seele baumeln lassen! Herrlich!
ein gutes Buch lesen
Ein gutes Buch und schon ist die Langeweile verflogen.
mit den Kindern spielen
Mit Kindern gibt es viel am Strand zu erkunden: Muscheln, kleine Krebse, kleine Wellen und den ein oder anderen Fisch gibt’s bestimmt auch nahe des Ufers. Ruckzuck ist ein Tag vorbei.
Jet-Ski fahren
Wir haben die Insel einmal verlassen – und zwar auf einem Jet-Ski. Wir sind übers Meer ein paar Inseln weiter gefahren, zu einem Schnorchelspot / Tauchspot namens Fish Tank. Dort war es richtig verrückt! So unglaublich viele Fische auf einem Fleck und es wimmelte nur so vor Rochen. Schau dir einfach mal die Bilder und vor allem Videos bei Google (Link oben) an, dann weißt du, was wir mit „verrückt“ meinen 😀
Wir hatten Glück, denn während COVID19 gab’s im Hotel keine Kinderbetreuung. Zu einer jungen Angestellten hatte unser Sohn einen guten Draht und sie bot uns an, 2 Stunden auf ihn aufzupassen. Das hat uns ein bisschen Überwindung gekostet und am Ende super funktioniert.
All Inclusive, Halbpension oder Vollpension?
Es gibt viele Resorts / Hotels, die verschiedene Stufen anbieten. Für uns schien der Aufpreis für All Inclusive mit 60€ pro Erwachsenem und pro Tag nicht lohnenswert. Wir wollten nicht viel (Alkohol) trinken und das Essen war mit der Vollpension schon abgedeckt. Wir hätten vor Ort noch upgraden können, aber haben uns auch da dagegen entschieden.
Was kosten Getränke auf den Malediven?
Bei deinen Überlegungen musst du unbedingt bedenken, dass bei Vollpension Getränke in der Regel nur beim Essen inklusive sind. Da du auf einer kleinen Insel bist, bist du natürlich komplett abhängig vom Hotel und musst die Preise im Prinzip einfach hinnehmen. Dir bleibt nichts anderes übrig. Wir hatten auch ein bisschen die Sorge, dass Wasser sehr teuer ist und weil wir jeden Tag viel Wasser trinken, waren wir etwas unsicher. Fair war, dass wir jeden Tag 2-3 frische Wasserflaschen auf dem Zimmer hatten. Trotzdem haben wir immer mal wieder Wasser an der Bar oder am Strand bestellt. Oft hatten wir Glück und es einfach so bekommen.
Den ein oder anderen Cocktail haben wir uns trotzdem gegönnt und am Ende hätte sich AI tatsächlich nicht gelohnt.
Ohne Kind hätten wir wahrscheinlich anders entschieden. Denn abends an der Bar ist AI auch ganz gut 🙂
Es gibt übrigens oft auch nochmal Unterschiede bei All Inclusive: Oft gibt es noch ein „AI Premium“ – dort wird dann für die alkoholischen Getränke Alkohol der bekannten Marken verwendet – im Gegensatz zum normalen All Inclusive, wo oft „local spirits“ verwendet werden.
In manchen Hotels, bei uns war das auch so, gibt es Bereiche, die nur für die All Inclusive Gäste sind. z.B. ein Restaurant oder ein bestimmter Pool. Für uns war das OK, auch wenn man sich ein bisschen wie ein Gast zweiter Klasse fühlt.
Der Preis für eine Cola auf den Malediven lag bei etwa 8€, eine kleine Wasserflasche lag bei 4€.
Noch ein Tipp: Mach dich schlau, was die Essenszeiten sind. Bei uns öffnete das Restaurant abends recht spät. Es war also etwas Zeit zwischen Sonnenuntergang und Abendessen, die überbrückt werden musste.
Mit hungrigem, quengeligem Kind ist das nicht immer einfach – aber das weißt du selbst.
Medizinische Versorgung
Die medizinische Versorgung auf den Malediven ist ok. Meistens gibt es einen Inselarzt. Für die Versorgung einer kleinen Wunde am Fuß unseres Kleinen haben wir dort sogar mal vorbeigeschaut und die Wunde säubern und versorgen lassen.
Die Ausstattung der Inselärzte und -Praxen variiert stark.
Für größere Notfälle gibt es gute private Kliniken / Einrichtungen in der Hauptstadt Malé.
Falls du Taucher bist: Druckkammern für die Behandlung von Tauchunfällen gibt es auf mehreren Inseln.
Deine Reiseapotheke für die Malediven
Die gut gepackte Reiseapotheke ist besonders bei Fernreisen mit Kindern notwendig. Das gilt auch für die Malediven, weil du vor Ort nicht mal eben in die Apotheke kannst und in den Praxen vor Ort nicht unbedingt immer alles da ist.
Muss ich Windeln auf die Malediven mitnehmen?
Ich würde alles fürs Baby mitnehmen, was es braucht.
Damit meine ich Windeln, Feuchttücher, Schwimmwindeln, Snacks und ggf. Pulver für Babybrei oder vielleicht sogar ein paar Gläschen für den Notfall.
Wir haben lieber zu viel Windeln mitgenommen, als nachher zu wenige zu haben.
Das Gute ist: Die Inseln sind oft abgelegen, aber es gibt ja dauernd neu ankommende Gäste und Mitarbeiter die zwischen Resort und Hauptinsel/Malé pendeln. Solltest du etwas wirklich dringend brauchen, sind die meisten Hotels hilfsbereit und können dir vielleicht etwas besorgen / mitbringen.
Sonnenschutz für Kinder brauchst du unbedingt!
Die Sonne auf den Malediven ist unglaublich stark. Bei uns war es öfters mal bewölkt und trotzdem gab es viele, die sich einen üblen Sonnenbrand geholt haben. Wirklich: Unterschätze die Sonne auf den Malediven auf gar keinen Fall.
Für Babys und Kinder solltest du UV-Kleidung dabei haben.
Eine gute Sonnencreme braucht ihr alle! Am besten eine, die für das Meer und seine Bewohner unbedenklich ist, also eine mineralische Sonnencreme ohne Stoffe wie Oxybenzon oder Octinoxat.
Wie gefährlich ist es auf den Malediven
Die Malediven gelten als sicheres Reiseziel – vor allem als Tourist. Bei Touren durch Malé passt du, wie in größeren Städten überall auf der Welt auch, auf deine Wertsachen auf.
auf Mückenschutz achten
Auf den Malediven gibt es verschiedene Arten von Stechmücken / Moskitos und dementsprechend tropische Krankheiten, die durch sie übertragen werden. Auf unserer Insel wurden regelmäßig Insektizide vernebelt. Das nennt sich auch Fogging und beim ersten Mal sind wir ein bisschen erschrocken. Es hört sich an, als würde jemand mit laufender Motorsäge herumlaufen und plötzlich ist alles voller Nebelschwaden. Wir haben immer versucht davor zu flüchten und wollten nicht im Nebel sein, geschweige denn ihn einatmen. Sobald es losging haben wir das Kind geschnappt und sind auf die andere Seite des Strandes oder etwas ins Innere der Insel gelaufen, bis sich alles verzogen hatte. Das war kein Problem. Jedenfalls gab es tatsächlich kaum Stechmücken und wir haben kaum Stiche gehabt.
die Sonne brennt!
Die Sonne brennt erbarmungslos und ist wirklich gefährlich. Gib deinem Körper und deiner Haut Zeit, sich an die Hitze und die UV-Strahlung zu gewöhnen und vermeide einen Sonnenbrand. Nimm zum Schnorcheln ein UV-Shirt oder ein altes T-Shirt mit.
Tsunamis, Erdbeben und Unwetter
Die Malediven sind flache Inseln mitten im Meer und daher der Natur arg ausgesetzt. Gleichzeitig wissen die Menschen damit umzugehen. Tsunamis oder Erdbeben sind extrem selten. Je nach Reisezeit kann es zu Stürmen oder Starkregen kommen.
Gibt’s gefährliche Tiere?
Ja, es gibt potenziell gefährliche Tiere, vor allem im Meer. Trotzdem gibt es kaum Zwischenfälle und das Risiko ist nicht besonders groß, wenn du aufmerksam bist.
Es gibt Haie, die dem Menschen gegenüber aber nicht agressiv sind. Sonja war am ersten Tag kurz im Wasser und dann kam eine Gruppe Haie und ist um sie herumgeschwommen. Sie waren klein, d.h. ca. 1 Meter, und trotzdem erschrickt man kurz.
Außerdem gibt es Stachelrochen – aber auch hier sieht man so viele Videos, wo sie nahe am Menschen schwimmen. Jens ist beim Schnorcheln auch mal erschrocken und fand es unheimlich, als ein Rochen ganz in der Nähe unterwegs war. Einfach Abstand halten und den Rochen sein Ding machen lassen.
Etwas gefährlicher sind Steinfische, weil du die beim Laufen im flachen Wasser im Sand eher nicht siehst. Hier wird es mit „Respekt statt Panik“ ganz gut zusammengefasst – das Risiko ist verhältnismäßig gering, aber es passiert.
Was gibt es sonst noch zu beachten?
Die Malediven sind ein muslimisches Land mit entsprechenden Regeln. Alkohol darf nicht eingeführt werden und ist außerhalb der Resorts verboten. Außerdem solltest du als Frau nicht „oben ohne“ am Strand liegen / baden und FKK ist auch nicht drin.
Mach‘ dich am besten vorher kurz mit der Kultur vertraut – das hilft auch beim Umgang mit den oft einheimischen Hotelangestellten vor Ort.
Achtung: Overwater-Bungalows mit Baby!?
Gerade mit Baby oder Kleinkind müsst ihr euch gut überlegen, ob ihr einen für die Malediven typischen Overwater-Bungalow buchen möchtet. Für uns hat sich die Frage wegen des Aufpreises dafür nicht gestellt und wir wohnten in einem Gebäude an Land.
Rund herum Wasser zu haben wäre uns wahrscheinlich trotzdem zu gefährlich, bzw. zu unentspannt gewesen. Du kannst das Kind ja dann zu keinem Moment aus den Augen lassen. Das ist echt gefährlich!
Ist der Juli eine gute Reisezeit für die Malediven?
Schaut man sich im Internet um, findet man gemischte Berichte und Erfahrungswerte dazu. Oft wird davon gesprochen, dass es ab und zu Schauer gibt. Warm ist es natürlich trotzdem immer.
Vielleicht hatten wir einfach Glück! Bei uns hat es einen Vormittag länger geregnet und wir waren nicht sicher, ob wir an den Strand sollen. Irgendwann sind wir dann doch los uns lustigerweise hat es am Strand auf der der anderen Seite der Insel, ca. 100m entfernt, nicht geregnet – oder es hat genau zu dem Zeitpunkt aufgehört.
Ein weiteres Mal gabs mittags einen kurzen Schauer. Beides war überhaupt gar kein Problem und hat gar nicht gestört. Wir würden jederzeit wieder im Juli dort hin.
Sind die Malediven ein Reiseziel für dich?
| du liebst es wenn… | sie sind eher nichts für dich wenn… |
|---|---|
| …du entspannen kannst | …du wandern möchtest |
| …du auf badewannenwarmes Meer stehst | …du viel auf eigene Faust und unabhängig erkunden möchtest |
| …du Wassersport magst und gerne die Unterwasserwelt erkundest. | …du dich gerne selbst versorgst |
| …du tropisches Klima magst | …du Platzangst hast 😉 |
Wie vielerorts, gibt es auch auf den Malediven ganz viele verschiedene Hotels und Arten von Unterkünften. Es gibt sogar Inseln, die größer sind, wo Einheimische wohnen und du dir einfach eine Unterkunft mieten kannst. Du kommst also auch ohne Pauschalreise auf die Malediven, wenn du möchtest.
Je nach dem, was du im Urlaub erleben und unternehmen möchtest, wie du deine Abende verbringen möchtest und wie weit du nach der Anreise nach Malé nochmal unterwegs sein möchtest, solltest du die Auswahl bei der Suche einschränken.
Mit der Auswahl der Insel und des Resorts entscheidet sich, ob du mehrere Restaurants zur Auswahl hast, ob es Bars oder Party am Abend gibt und so vieles mehr!
Gerade mit kleinen Kindern ist es klasse, wenn die Wellen schon vor dem Strand an einem Riff brechen und der Strand somit deutlich weniger gefährlich ist. Überlege dir also, was du möchtest und brauchst und prüfe diese Kriterien bei der Auswahl.
Sonst geht es dir wie Freunden von uns, denen abends langweilig war, weil überhaupt gar nichts geboten wurde. Wir waren auf unserer Insel total happy. Es gab 2-3 Möglichkeiten zum Ausgehen – dank Babyfon-App und entweder gemütlich einen Cocktail zu schlürfen, zu tanzen oder Karaoke zu singen. Trotzdem war es alles andere als trubelig und sehr gemütlich.
Unser Fazit zu den Malediven mit Baby / Kleinkind
Unser Ziel für die Reise war: Sonne tanken, im Meer planschen, schnorcheln und einfach entspannen. Wir hatten nicht viel eingeplant und uns spontan zur Jet-Ski-Tour entschieden – die übrigens echt super war! Ach, und ein Mal surfen fand auch statt.
Die ursprünglichen Ziele haben wir alle erreicht. Es war mega entspannt und eine wunderschöne Zeit. Wir konnten uns kaum am Panorama sattsehen und haben uns rundum wohlgefühlt.
Ganz unerwartet erlebten wir auch die erste richtige Partynacht seit Jahren – das tat auch mal wieder richtig gut und war ein Riesenspaß.
Der Punkt, der am allerbesten zeigt, wie schön es war: Sonja, die vorher eigentlich nie hin wollte, sagte nach der Reise: „Da können wir gerne mal wieder hin!“.
Es war traumhaft schön und wir werden auf jeden Fall irgendwann nochmal dort sein.
















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